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Schlagwort: Baubericht

RNLI Douglas Boathouse basic setup

After the decision to build a boathouse + slipway for the tyne class lifeboat the main restrictions were listed:

  • scale 1:20, < 110cm length, < 50cm height, < 45cm width
  • basic construction of aluminum profiles covered with 3mm plywood (stable and less weight than thick plywood).
  • stable connection to slipway needed
  • main part of slipway needs to be carried with (underneath) the boathouse

First guesses of size by google earth measurements. Later I found the plan of the boathouse in 1:50, where top-view and side-view differ in some measures. The final model is close to the plan with some differences related to the ‚carry box‘ construct.

LÜBECK Antrieb und Rumpfumbau 2021/22

Der Wackeldackel ging einfach nicht weg. Durch meine Verstärkung und Anbauten im Aufbau ist es bei mir noch schlimmer als bei anderen Modellen. Also: Gewicht so tief wie möglich und wenn ich schon dabei bin, auch das schiefe Stevenrohr (hab ich so bekommen) austauschen. Sozusagen eine Totaloperation am Rumpf.

Zuerst wurde das alte Stevenrohr erhitzt und herausgezogen, das ging noch relativ gut. Es saß in einem schief einlaminierten Führungsrohr. Das klappte nicht mit heiß machen, stattdessen ein 8mm Bohrer und eine Rundfeile. Diese wurde auch gebraucht um den Kanal gerade zu Feilen.

Die Wellenanlage wurde neu bestellt, als starres System. Alles zusammen ist gut 5cm kürzer, die der Motor weiter nach hinten kommt und damit Platz schafft, die Akkus auf den flachen Bodenteil davor zu platzieren. Das Stevenrohr wurde innen und aussen mit Sekundenklebergel geheftet und nach Kontrolle der Lage mit Epoxy und dünner Matte im Aussenbereich verklebt. Von innen folgt die Abdichtung mit 90min Epoxy später.

Um das Gewicht so zief wie möglich zu bekommen, hatte ich geplant Walzblei unter den Kiel zu kleben. Walzblei kauft man entweder teuer für Modellbau oder in ‚großen‘ Mengen im Baumarkt. Oder man hat Glück und fragt den Richtigen. Eine ausrangierte Fensterverkleidung sollte es auch tun. Leider mit altem Kleber drauf. Ein Abschnitt kam auf den Mittelkiel und wurde an den Seiten bis auf den Rumpf heruntergebogen und obendrauf noch eine Schicht. Alles zusammen 148 Gramm.

Geklebt wurde mit 2K Epoxy, überzogen mit 50g Matte und 20min Epoxy dann folgten Anschleifen, 2K Epoxy Spachtel, Anschleifen, Feinspachtel und eine etwas zu dicke Schicht Grundierung:

Die Schlingerkiele wurden in dem Abwasch auch angebaut. Sie sind von den Proportionen etwas zu groß aber beim Fahren sieht man nur das Überwasserschiff.


Nov.21

Der Fahrtenregler aus der GESINA (Modellbauregler A40 LiFePO Easy) wurde mit Schalter statt Reiter zum Umschalten von NiMH auf LiFePO Akkus versehen und liegt in einer Box im Rumpf. Eine Akkuträgerplatte aus Alu wurde gebaut und vor de, Motor eingeklebt (mit 2S 3000mAH LiFePO + Blei und 5 Zellen NiMH ergiebt sich ca. 880g Gewicht). Auf der ‚leichten‘ LiFePO Seite wurden mehrere Schichten Walzblei montiert.

Den Motorsound liefert ein Devil-Soundmodul, für das Horn ist ein Conrad Digital-Horn zuständig. Lautsprecher dafür sind im Turm und unter der Persenning des Beibootes versteckt. Beide Soundmodule sind mit Gummischutzlack eingesprüht und grob in Schrumpfschlauch verpackt. Sie sind seitlich neben dem Akkuhakter platziert.

Die Verbindung zwischen Aufbau und Rumpf wird jetzt mit einer 15 Pol. Sub-D Steckerverbindung gewährleistet. Im Rumpf ist die Buchse starr auf dem Querträger montiert. Alle Anschlüsse besitzen noch extra Steckverbindungen, so daß jedes Elektronik-Teil separat ausgebaut werden kann.


Dez. 21

Auch auf der Werft hält Weihnachten einzug, der Baum strahlt.

Nach dem Innenleben wurde wieder draußen am Rumpf weitergemacht. Die relativ dreieckigen Stoßschutzleisten wurden Flach’geflext‘, ein PS Streifen aufgeklebt (hätte etwas genauer sein können), zwischen Rumpfwand und PS Streifen mit 2K Epoxyspachtel aufgefüllt und schließlich geschliffen, geschliffen und geschliffen. mit einem Proxxon Dreieckschleifer dauert eben etwas länger. Anschließend wurde der Rumpf einmal grundiert, das zeigt Unebenheiten auf und Stellen wo noch nachgebessert werden muss.


Beiboot

Das mitgelieferte Beiboot ist immer schon zu klein gewesen. Das neue ist ein skaliert ausgedrucktes Boot aus der Thingiverse Plattform, etwas modifiziert mit Leisten und Ösen. Um das Beiboot zu fieren muss der Lastenbaum ebenso vergrößert werden (damals hatte ich nix größeres da). Ein Pinselstiel hat die richtige Größe, also habe ich einen neuen Arm gebaut, damit geht das Fieren einwandfrei. Gedacht ist es aber nur für Messen und Ausstellungen, nicht für den Teich. Und natürlich neue Stützen für das Deck.


‚zwischen den Jahren‘

Eine kleine Halbrundleiste auf die Stoßschutzleisten geklebt, etwas angefeilt, weil Holz wird beim Gegenstoßen ja beeinträchtigt. Rund um das Beiboot auf das Oberdeck habe ich aus den letzten Kafferührern einen Holzboden gebaut. Die Krümmung habe ich hinbekommen, indem ich nassen Leisten auf das Deck geklemmt habe. Nach dem Trocknen wurden diese beplankt, gebeizt und mit Wachslasur behandelt. Schliesslich ein alter Schleifschwamm mit etwas Farbstaub zum perfekten used look.

An Zubehör sind die neuen Lüfter gezeichnet, gedruckt und angemalt bereits verklebt. Die feste ‚provisorische‘ Tür zum Schiffinneren habe ich neu in CAD gezeichnet, aus PLA gedruckt und vervollständigt. Sie wird mit der Rückwand einfach auf die Wand mit der Türöffnung geklebt.

Nieten und Stahlplatten: Schwer zu sehen, die Stahlplatten wurden immitiert einmal mit Abkleben und Sprühspachtel, die Kante ist hoch genug, dass sie nach 2-3 Farbschichten noch klar zu erkennen ist. Waagerechte Plattenübergänge habe ich mit Spachtel und Abkleben erstellt. Schließlich noch Nieten gestzt indem ich mit einem 4er Nagelalu mit doppeltem Nietenabstand erst die Plattenniert gesetzt habe (nicht perfekt, aber für Makros baue ich eh nicht), mit dicker Grundierung. Schließlich je einen Tag morgens abgeklebt und zwei Farbschichten mit Molotow Premium und ‚feiner‘ Düse gesprüht. Durch den feinen Nebel waren 5-10cm Astand möglich, die Deckung reicht nach 2 Schichten eigentlich aus. Dunkelrot für das unterwasserschiff, Weiss der Rumpf und die Stößschutleisten und dann nochmal die Stoßschutzleisten in Traffic-Rot vom Molotow. Gesprüht mit Farbe und Boot bei Raumtemperatur draußen bei ca. 3Grad C. Farbschicht, 5-10min warten (bis angetrocknet) dann zweite Farbschicht, wieder warten bis angetrocknet und dann rein zum Trocknen im warmen. Daducrch, dass der Spritzspachtel schon ein paar Tage durchgetrocknet war und jede Farbschicht ca. 23 Std. zum trocknen im Warmen hatte ging das Abkleben mit Tamyia/Revell masking Tape ohne Probleme. Ich habe aber darauf geachtet, daß der Malerkrepp mit Folie nur auf dem Masking Tape geklebt wurde und nicht direkt auf die Farbe.


Probefahrt

Der geht durch ein bisschen Gewicht unter dem Rumpf und Schlingerkiele nicht weg, nicht bei diesem Rumpftyp. Im Video lege ich es aber drauf an, d.h. links-rechts-links-rechts steuern und die LÜBECK schaukelt sich auf, wird aber sehr schnell gedämpft. Die Geschwindigkeit ist mit der neuen Wellenanlage etwas schneller (gefühlt) weil Welle und Kupplung ruhiger und leiser laufen.  Trotzdem würde ich bei Fahrt mit mehr Seegang oder mehr Wind ein wenig mehr Power bevorzugen.

Motorwärme hab ich nicht festgestellt, zwar nicht explizit angefasst, aber beim Abstecken des Akkus berührt man den Motor schon mal, da hätte man was gemerkt, ebenso an Steckern und Kabeln.  Aber es war auch kein 20min Vollgas. Alles in Allem bin ich ganz zufrieden, dass der Wackeldackel noch mehr gedämpft wird war eine Hoffnung aber  diese Bootstypen gibt’s nicht ohne. Sie fängt sich aber schnell, das ist das Wichtigste.


Jan. 2022 – finished

„finished“ (Blade Runner) — richtig fertig ist bei mir nichts, aber der große Umbau und die Runderneuerung ist durch. Nach recherche wurde der weisse Rand über dem oberen Stoßfänger grün angemalt. Der weiße Streiffen existiert nur bei Modellen, nicht bei den Originalen. Neue Scheinwerferschalen sind gedruckt und mit sehr hellen 5mm LED’s bestückt montiert und angelötet, dazu die Lichtplatine getauscht weil ein Schalter ausgefallen ist. Für die noch fehlende Plichtlampe liegt eine Buchse im Turm bereit.
Im Fahrstand wurde ein schwaches Fahrstandlicht hinzugefügt, verschiedene Drehschalterattrappen und ein ‚Sprachrohr‘. Die Bb und Stb Positionslampenboars wurden den Originaklen angepasst.
Die Treppe von der Plicht zum Turm wurde mit 4 Stufen neu entwickelt und geruckt, sie ist etwas breiter als die von Sievers. Das Beiboot hat ein Persenning bekommen, ein Stück einer ehemaligen Kinderregenhose mit grauem Lack bemalt. Pilkhaken, Schleppseil und div. Kleinkram auf dem Oberdeck befestigt.

Schließlich eine Testfahrt in der Badewanne:

Die beiden Scheinwerfer haben ganz schön power, ideal für’s Nachtfahren.

Und ein Video mit Motorsound und Horn gibt’s auch noch:

(leider läuft im Hintergrund eine Waschmaschiene)

Jetzt fehlt noch das Austarieren auf dem Teich, es sind sicher noch ein paar Gramm Gewicht zu verteilen.


Wackelt noch, schaukelt sich aber nicht mehr auf. Die Reifenfender sind jetzt auch Magnet-bestückt für den Ponton.

Langfristige Planung;

  • Plichtbeleuchtung (Gehäuse drucken)
  • herausnehmbarer vorderer Mast ist im Langzeit-Testbetrieb

MRB LÜBECK – am Anfang die Farbe ab

Mit welcher Farbe das Boot vom Vorbesitzer gestrichen wurde war unklar, da blieb nur eins: alles runter. Erst einmal habe ich das Deck vom Rumpf getrennt.

Der Farbbelag war dick und das Schleifpapier schnell verschmiert, da war der Einsatz von Stahlbürsten am Proxxon deutlich effektiver. Es hat aber ein paar Tage gedauert bis alle Farbe ab war. An Deck und Aufbau habe ich zusätzlich noch mit dem Cuttermesser und Skalpell gearbeitet.

Die Lübeck hatte auf Wangerooge noch keinen Anker im Bug. Mit einer kleinen Proxxon Schleifscheibe hab ich die Ankerklüse und das ‚Blech‘ weggeschliffen.

Am Ende hatte ich nur wenige Kerben, etwas Spachtel bei der Ankerklüse und das meiste verschwand später unter Spritzspachtel.

Der neue Farbaufbau startete mit einer Lage Spritzspachtel.

MRB LÜBECK – ohne Foren verloren

Die Entscheidung für den Bausatz fiel auch, da es schon einen Baubericht gab. Es lag also nichts ferner, als sich dort anzumelden (später folgten noch weitere Foren).

Dort bekam ich Hilfe, Tips und Mut zugesprochen und fand einige Mitglieder mit denen ich seitdem in regelmässigem Austausch stehe. Das ersetzt zwar nicht das gemeinsame Basteln an der Werkbank, kommt dem manchmal aber schon verdammt nahe.

Natürlich gibt es in jedem Forum, wie auch im Verein oder in größeren Menschenansammlungen, auch Querulanten – die muss man einfach ignorieren.

Mit dem Baubeginn habe ich einen Baubericht im Forum geschrieben. Relativ live und wie der Schnabel so gewachsen ist. Das ist vielleicht keine direkte Anleitung zum Nachbauen, aber bringt sicher etwas Enthusiasmus, den Spaß aber auch die Probleme herüber. Schon beim Schreiben gehen einem die Dinge nochmal durch den Kopf, manchmal aus einem anderen Blickwinkel und schon beim formulieren von Fragen und Problemen kommen manche Lösungsansätze auf.

MRB LÜBECK – die Entscheidung, der Kauf und die erste Regel des Modellbaus

Einige Jahre zuvor habe ich das 9.5m SRB V1 als Leiche aus der Bucht von aller Farbe befreit und versucht ohne Ahnung mit einem Nachbarn wieder aufzubauen. Die Fenster waren bereits schlecht ausgeschnitten und der ganze Aufbau irgendwie schwabbelig. Mit einem 400er SPEED oder 500er SPEED fuhr es, aber Wärme und Gewicht nervten und das Aussehen war trotz aller Mühe auch nicht so doll also verschwand es in der Versenkung.

2015 das große Seenotrettertreffen in Bremerhaven, über 50 Seenotretter-Einheiten aus vielen Ländern. Also gehen wir das nochmal an! Wieder ausgepackt habe ich mich nochmal an neue Fenster gemacht und dann entschieden ein bisschen Geld in etwas Neues zu stecken. Die RICKMER BOCK bei Sievers gefiel mir ganz gut, habe sie in Bremen, Büsum und live in Bremerhaven gesehen. Aber Sievers hatte gerade einen längeren Lieferstop. Ab in die Bucht…. Johann Fidi … verpasst …. LÜBECK? Hm, wo war die denn im Einsatz? Wangerooge, passt!

Auch das angebotene Teil sah nach Arbeit aus, ob alle Teile dabei waren liess sich nur hoffen. Mit etwas Glück die Farbe nur anschleifen und dann hat man schnell etwas Größeres.

Geboten, ‚gewonnen‘ und dann warten und hoffen/bangen. Schließlich kommt es an und man weiss nicht ob man sich freuen oder weinen soll. Immerhin, der Rumpf ist stabiles GFK, Deck intakt und fast alle Teile vorhanden. Der Aufbau war leider schlecht zusammengeklebt. Preis-Leistungs-Verhältnis aber noch OK, nur schnell wird das nix.

Es folgt die erste Regel des Modellbaus: GEDULD

Geduld aufzubringen ist nicht einfach, bis heute nicht, aber wenn es denn klappt damit, dann wird man auch belohnt.