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Strandrettungsboot GESINA

Infos zum Modell

Die GESINA ist nach Plan (bei der DGzRS) und Fotos im Maßsstab 1:10 gebaut. Für Spanten und der Kiel habe ich Sperrholz verwendet, die Beplankung von Rumpf und Deck ist aus 2mm Balsaholz. Überzogen sind Deck und Rumpf mit 2x 80gr Glasfasergewebe und Epoxy (90min). Plicht, Laufdeck und Aufbau wurden überwiegend aus 1.5mm Polystyrol gebaut. Viele Teile für Plicht und Aufbau wurden nach eigenen Zeichnungen mit Laser geschnitten.

Die Beulen im Deck sind von mir extra zugefügt, auch der Rumpf wurde absichtlich nicht perfekt glatt gespachtelt.

Funktionen:

  • Fahren, nautische Beleuchtung, Suchscheinwerfer (zusteckbar) und Blink-/Funkellicht
  • zusteckbare Lichterkette
  • Neuhaus Soundmodul
    • drehzahlabhängiger original Motorsound (+Anlassen, +Abschalten)
    • Weitere Sounds: Horn-, Hupgeräusche und Ansage
  • nachweislich (s.u.) durchkenterfähig
  • geplant: hochfahrbarer Sitz mit Figur und eine Handlöschspritze mit Figur und Tauchpumpe in der Plicht.

Regler: AS12/40RW HF – LiFePo von Modellbau-Regler (voll Rückwärts erwies sich als notwendig)

Die GESINA befindet sich im fahrfähigen Zustand.


Infos zum Original

Die GESINA ist eines der 4 Boote der Nordsee-Variante (Schweers Werft) der 7m Strandrettungsboote welche in den Jahren 1971-72 gebaut wurden. Sie war von 1971-1978 auf Wangerooge, 1978-1980 in Horumersiel und 1981-1993 in Gelting stationiert. Nach Verwendung als Arbeitsschiff kam das Boot 1996 schliesslich wieder nach Wangerooge wo es seit 1997 als Museumsschiff neben dem alten Leuchtturm zu sehen ist.


Durchgekentert

Weit draußen auf See vor ihrem alten Heimatrevier Wangerooge zieht die GESINA ihre Runden. Für die ‚Nordseetaufe‘ habe ich extra eine Stelle gewählt, an der nur eine Welle am Strand bricht. Das war fast schon langweilig, richtige Actionfotos gab es nicht. Die sollte dann aber noch kommen. Die GESINA fuhr immer näher zum Strand, ein paar falsche Lenkungen (gesteuert wurde nicht freiwillig) taten ihr übriges. Gleichzeitig war ich zu weit barfuß auf der, mit Seepocken bewachsenen, Buhne um schnell genug zurück zu kommen. Der Blutdruck geht hoch, der Blutdruck geht höher, das Gehirn meldet „die GESINA schafft das“ und die Reflexte machen Fotos, gehen ein Sück und machen wieder Fotos.

So sind die relativ seltenen Ansichten in der folgenden Galerie entstanden.

Überstanden

Die GESINA auf dem Strand (der Motor lief langsam noch immer), dann alle Kabelverbindungen abgezogen und dann erstmal Wasser geschöpft (zwei Taschentücher haben gereicht). Eigentlich keine dramatische Menge an Wasser aber Salzwasser! Mies gelaunt ging es zurück zur Ferienwohnung. Die Elektronik wurde ausgebaut und soweit es ging etwas abgespült oder abgewischt. Dann wurde die GESINA sehr sorgfältig von innen geduscht, auch wegen dem versteckten Ruderservo im Heck.

Danach habe ich erst einmal die Fotos angeschaut, verarbeitet und in die Foren gepostet. Da hellte sich die Stimmung schon auf. Die GESINA selbst war vollständig heil, selbst Motor und die Elektronik (das Soundmodul war zum Glück nicht drin) waren bis auf den Fahrtenregler ok. Die Rückmeldungen aus den Foren waren super und die miese Laune nach gut 2 Std. verflogen. Ich hatte zwar kaum tolle Fahrbilder in der Nordsee, aber zweimal durch die Brandungswelle gedreht und das Schiff sieht aus wie vorher und davon noch Fotos, da kam dann Stolz auf.

… und dann noch in die Zeitung

Einen Tag später habe ich mich mit dem Redakteur des Wangerooger Inselboten beim Alten Leuchtturm getroffen, die Elektronik war noch nicht wieder im Boot.

Die alte und die ’neue‘ GESINA wurden zusammen abgelichtet und die Fotos vom Durchkentern auch gleich mit verwendet.

Diese Ausgabe ist unten zum download, für Inselliebhaber erfährt man in den monatlich erscheinenden Ausgaben immer wieder Neuigkeiten, die man sonst verpasst – auch wenn in Corona Zeiten wenig los ist.

Zuhause habe ich den Fahrtenregler mit einem leiseren, den ich eh schon im Auge hatte, ersetzt. Für kurze Zeit war die GESINA in den Foren fast schon eine Legende. Zwei Wochen später ging es schon wieder auf den Teich.


Gallerie:


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